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Project title:Diplomarbeit: Zusammenspiel von Modellen und Reglern bei Roboterregelungen
Participants:Peters, D., Siebel, N.

Bei der Regelung eines Roboters, etwa beim Visual Servoing, liegt dem Stellgesetz, welches die Roboterbewegung in Abhängigkeit von Sensordaten bestimmt, ein Systemmodell zugrunde. Dieses Modell beschreibt den Zusammenhang zwischen Roboteraktionen und Veränderungen in der Umwelt; entweder als kausales Modell (Beschreibung der Umweltveränderungen durch eine Roboterbewegung) oder als inverses Modell (Beschreibung der notwendigen Roboterbewegung zu einer gegebenen, z.B. gewünschten, Umweltveränderung). Im ersten Fall wird zu momentanen Sensordaten unter Berücksichtigung der dem Roboter gestellten Aufgabe zumeist intern ein Gleichungssystem gelöst, um eine dem Ziel näherbringende Roboterbewegung zu errechnen.

Modelle der Realität sind stets bestenfalls eingeschränkt korrekte Beschreibungen der Umwelt (einschließlich des Roboters); bei ihrer Verwendung muss dies berücksichtigt werden. Abweichungen können sich beim Modellieren, durch eine Vereinfachung des Modells (z.B. Linearisierung), beim Bestimmen eventueller Modellparameter (z.B. in den Kalibrierdaten des Kamera-Robotersystems), beim Bestimmen von Lösungen für kausale Modelle, beim Ausführen eines Roboterbefehles und durch eine Veränderung der Umwelt entstehen. Daher wird bei der Ausregelung einer Abweichung von Soll- und Ist-Daten (d.h. beim Lösen der Aufgabe durch den Roboters) meist eine iterative Regelung verwendet, bei der unvorhergesehene Veränderungen in Sensordaten nach einer Roboterbewegung durch nachfolgende Schritte ausgeglichen werden können.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel von Modellen und Reglern, um eine Roboteraufgabe möglichst genau und in möglichst kurzer Zeit zu lösen. Dafür werden verschiedene Systemmodelle mit verschiedenen Reglern kombiniert und verglichen. Ein besonderer Aspekt ist dabei eine Adaption des Modells und/oder der Regelparameter zur Laufzeit der Regelung, um unvorhergesehene Abweichungen auszugleichen. Anhand der Aufgabe des Visual Servoing werden sowohl in einer Simulation als auch an zwei realen Robotersystemen Versuche in 3 und 6 Freiheitsgraden durchgeführt, um die beschriebenen Verfahren zu validieren und zu vergleichen. mehr...